Von vielen toten Patienten seien bei dem verheerenden Brand vom Freitag nur verkohlte Knochen übriggeblieben. Ein Abgleich mit Genmaterial von Verwandten sei in einigen Fällen unmöglich, hieß es. Elf der Opfer seien «alleinstehend ohne bekannte Familienangehörige» gewesen, hatte Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa mitgeteilt.

In der Region des Moskauer Gebiets hatten Behörden am Samstag einen Tag der Trauer für die Opfer im Alter zwischen 20 und 76 Jahren angesetzt. 36 Patienten und 2 Mitarbeiter des Pflegepersonals starben in der Feuernacht, als das Holzgebäude im Dorf Ramenski abbrannte.

Die Suche nach der Unglücksursache dauerte an. Ermittler vermuten einen unsachgemäßen Umgang mit Feuer sowie Verstöße gegen die Brandschutzvorschriften. Auch dem Verdacht der Brandstiftung gehen sie nach. Kritik richtete sich gegen das Zivilschutzministerium, weil die Feuerwehr erst mit großer Verspätung am Brandort angekommen war.