Allein auf der Vogelinsel Trischen (Schleswig-Holstein) seien in den vergangenen Wochen elf tote Schweinswale angetrieben worden, ergänzte der Vogelwart Moritz Mercker vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Auch auf Helgoland und Sylt sowie auf der Halbinsel Eiderstedt wurden ungewöhnlich viele Kadaver gefunden.

Die Hintergründe des Wal-Sterbens sind bislang unbekannt. «Wir gehen davon aus, dass die Schweinswale nicht vor Schleswig-Holsteins Küste gestorben sind, sondern nur angetrieben wurden», erläuterte Borchardt.

Schweinswale sind Deutschlands einzige Walart. Rund 35 000 der eineinhalb Meter großen Meeressäuger schwimmen im Frühjahr und späten Sommer in der Deutschen Bucht. Dabei bevorzugen sie die Gewässer westlich von Sylt und Amrum. Die Region ist seit 1999 Walschutzgebiet. Wohin die Tiere im Winter wandern, ist bislang unbekannt.