Die chilenische Staatsanwaltschaft schloss ihre dreijährigen Ermittlungen am Donnerstag ab, ohne Anschuldigungen zu formulieren. Dafür gebe es nicht genug Gewissheit über das Unglück, so die Behörde.

Die betroffenen Bergleute zeigten sich empört. «Es wird Zeit, in diesem Land die Wahrheit zu erzählen, über den ganzen Schmerz, den sie uns zugefügt haben», sagte der betroffene Minenarbeiter Mario Sepúlveda der Zeitung «El Mostrador». Dass sie Millionäre seien, dass man sie entschädigt habe - dies sei «alles falsch, alles Lüge».

Die Männer waren nach ihrer Rettung am 13. Oktober als Helden gefeiert worden. Sie hatten gemeinsam in Ungewissheit und Hunger in 700 Metern Tiefe ausgeharrt - in den ersten 17 Tagen völlig ohne Kontakt zur Außenwelt und mit äußerst knapper Verpflegung.

Wochenlang hatten Rettungskräfte dann den Kontakt zu den Verschütteten gehalten, bevor sie sie an die Erdoberfläche bringen konnten. «Es ist extrem schmerzhaft, dass es keine Verantwortlichkeit für die Minenbesitzer gibt, die fahrlässig handelten, weil die Mine Probleme hatte», sagte die sozialistische Senatorin Isabel Allende.