Am schlimmsten traf es die Stadt Aso, wo seit Donnerstag 18 Menschen starben. Dort und in Hita forderten die Behörden mehr als 40 000 Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Schlammlawinen rissen Autos und Wohnhäuser mit. Rund 10 000 Haushalte waren zeitweise in den Präfekturen Kumamoto und Oita ohne Strom, vielerorts fielen Mobilfunk- und Telefonfestnetze aus.

Heftige Regenfälle sind zu dieser Jahreszeit in Japan nicht unüblich. Auf Kyushu hätten die Niederschläge aber «nie dagewesene Ausmaße» erreicht, teilte der Wetterdienst mit. Entwarnung konnten die Meteorologen nicht geben: Es soll weiter regnen. Für den Norden Kyushus wurde daher vor weiteren Erdrutschen und Überflutungen gewarnt.