Nach Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat liegt die Stadt Luxemburg mit 4,24 Fällen je 100 000 Einwohner hinter Litauens Hauptstadt Vilnius (7,90) und dem estnischen Tallinn (6,03) auf Rang drei der Liste. Dahinter landen Amsterdam (3,65) und Brüssel (3,09). Berlin (1,93) liegt auf Platz elf der 27 Hauptstädte.

Besonders sicher ist es in Maltas Hauptstadt Valletta, wo es überhaupt keine Delikte gab. Die hohe Tötungsrate der Stadt Luxemburg liegt auch an der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl (90 000).

Anders lesen sich die Daten, wenn man die absoluten Zahlen von 2009 für die jeweiligen Staaten betrachtet: Mit insgesamt fünf Fällen steht das Land Luxemburg vor Malta (vier Fälle) auf dem vorletzten Platz der Statistik. Deutschland führt sie als bevölkerungsreichstes EU-Land mit 706 Fällen an. Es folgen Frankreich (699) und Italien (626).

Zählt man für Großbritannien die Zahlen von England, Schottland, Wales und Nordirland zusammen, kommt man auf 722 Fälle. In der Statistik werden Teile des Vereinigten Königreichs (UK) separat aufgeführt.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung werden in Deutschland wiederum relativ wenige Menschen umgebracht. In der Bundesrepublik gab es zwischen 2007 und 2009 durchschnittlich 0,89 Fälle je 100 000 Einwohner. Nur in Österreich (0,54) und Slowenien (0,79) waren es noch weniger.

Die gefährlichsten Staaten nach dieser Lesart sind Litauen (8,31 Fälle) und Estland (5,74), die auch die «tödlichsten» Hauptstädte haben. Das Land Luxemburg zählt dagegen nur 1,31 Fälle im Jahr und liegt damit im Mittelfeld der Statistik.