Wie spanische Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten, geschah der Unfall am Sonntagmittag am Hafen von Santa Cruz de La Palma, als ein Rettungsboot mit acht Insassen aus rund 30 Metern Höhe ins Wasser stürzte. Die berühmten Karnevalsfeiern wurden auf der zu Spanien gehörenden Insel La Palma für Sonntag abgesagt. Das Schiff gehörte zur TUI-Gruppe. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren etwa 2000 Passagiere an Bord.

Das umgekippte Rettungsboot des Schiffes «Thomson Majesty» der britischen Reederei Thomson Cruises habe im Wasser sechs der Insassen unter sich eingeklemmt, sagte der Feuerwehrchef von Las Palmas, Germán Pérez. Bei den Toten handelte es sich den amtlichen Angaben zufolge um drei Männer aus Indonesien sowie um je ein Crewmitglied aus Ghana und den Philippinen. Drei weitere Besatzungsmitglieder, zwei Griechen und ein Philippino, seien von Tauchern und Feuerwehrmännern lebend geborgen worden. Sie seien in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es in einer Mitteilung der spanischen Zivilgarde. Die meisten Opfer waren den Berichten zufolge um die 30 bis 35 Jahre alt.