Hamburg

Kurzschluss: Lufthansa-Jet muss in Hamburg zwischenlanden

Wegen eines Kurzschlusses in einer Kaffeemaschine ist am frühen Sonntagmorgen eine Lufthansa-Maschine aus Billund (Dänemark) außerplanmäßig am Flughafen in Hamburg zwischengelandet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Lufthansa
In Hamburg untersuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr den Innenraum, konnten den Flieger jedoch nach wenigen Minuten wieder freigeben. Foto: Axel Heimken/Archiv Foto: dpa

Während des Fluges auf dem Weg nach Frankfurt sei der Besatzung ein leichter Brandgeruch in der Bordküche aufgefallen, woraufhin man sich aus Sicherheitsgründen zur Zwischenlandung entschlossen habe, teilte ein Sprecher der Fluggesellschaft mit.

In Hamburg untersuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr anschließend den Innenraum, konnten den Flieger jedoch nach wenigen Minuten wieder freigeben. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die 90 betroffenen Passagiere wurden nach Angaben der Lufthansa auf alternative Flüge umgebucht.

Doch auch ohne technische Pannen mussten viele Flugreisende am Wochenende Geduld mitbringen. Lange Warteschlangen am Frankfurter Flughafen erschwerten den Start in die Weihnachtsferien. Der Samstag sei im Winter ein «absoluter Spitzentag» mit fast 200.000 Passagieren gewesen, sagte ein Sprecher vom Flughafenbetreiber Fraport am Sonntag. Üblich seien derzeit 150.000 bis 180.000 Reisende. Am Samstagvormittag habe es sich an den Sicherheitskontrollen geballt, sagte der Sprecher. Der Betrieb am Sonntag lief demnach aber wieder geregelt.

Zuvor hatte die Lufthansa lange Wartezeiten von bis zu 90 Minuten an den Kontrollstellen beklagt. Deswegen hätten 3000 Passagiere ihre Flüge verpasst, teilte die Airline am Sonntag mit. In der Folge hoben 88 ihrer Maschinen mit Verspätung ab, weil das Gepäck der betroffenen Reisenden ausgeladen werden musste, wie die Fluggesellschaft weiter berichtete. Das Gepäck darf nicht ohne die Passagiere fliegen. Insgesamt habe es am Samstag 430 Lufthansa-Starts gegeben, 68.000 Passagiere hätten ursprünglich mitfliegen wollen.

Die für die Kontrollen zuständige Bundespolizei will nun gemeinsam mit ihren drei Sicherheitsdienstleistern analysieren, wie es zu der Situation am Samstag kommen konnte, wie ein Sprecher sagte. Es sei bekannt, dass die Dienstleister zu wenig Personal hätten und zudem die Infrastruktur bei einem großen Passagieraufkommen an ihre Grenzen stoße. Es seien ja teilweise alle Kontrollstationen besetzt gewesen, sagte der Bundespolizeisprecher.

Bereits im Sommer hatte es Staus an den Kontrollstellen gegeben. Dem Fraport-Sprecher zufolge laufen seit Monaten Gespräche mit allen Beteiligten, um Abhilfe zu schaffen. Um den Prozess zu beschleunigen, richtete die Bundespolizei Ende November neue Kontrollstationen ein. Die Ergebnisse des Testlaufs sollen Anfang des Jahres vorliegen.