Die Rostocker Forscher verglichen erstmals über einen längeren Zeitraum 497 europäische Regionen. An der Spitze bei den nichtehelichen Geburten liegt demnach die französische Region Aube. Dort hat inzwischen fast drei Viertel der Babys (72,4 Prozent) unverheiratete Eltern. Seit 1960 ist das ein Anstieg um 65,5 Prozentpunkte. Am traditionellsten verhalten sich Griechen: In der Region Epirus waren 2007 nur 3 Prozent aller Geburten nichtehelich. Damit hat sich der Anteil seit 1960 aber auch fast verdoppelt. Am unteren Ende der Tabelle stehen vier griechische Regionen.

In Deutschland heiraten Paare vor allem im Osten gar nicht oder erst nach der Geburt der Kinder: In Neubrandenburg werden fast zwei Drittel aller Babys (65 Prozent) nichtehelich geboren. Das ist Platz 17 im europaweiten Regionen-Vergleich. Am traditionellsten in Deutschland ist man in Stuttgart, wo bei lediglich 18,1 Prozent der Geburten die Eltern nicht verheiratet sind.