Die Polizei hatte am Samstag trotz heftiger Schneefälle in den Bergen rund um San Bernardino mit Wärmekameras, Hubschraubern und Ermittlern nach ihm gefahndet - ohne Erfolg. Auch am Sonntagmorgen (Ortszeit) war der 33-Jährige weiter auf der Flucht. Er wird mit einem Doppelmord am vergangenen Wochenende und einer Schießerei mit zwei verletzten und einem toten Polizisten am Donnerstag in Verbindung gebracht.

Am Samstag kündigte der Polizeichef von Los Angeles, Charlie Beck, an, noch einmal die Gründe für die Entlassung des Verdächtigen unter die Lupe zu nehmen. Dieser sei 2009 nach einem Disziplinarverfahren von der Polizei ausgeschlossen worden, berichtete die Zeitung «LA Times». Er habe einer Vorgesetzten zu Unrecht vorgeworfen, dass sie einen psychisch Kranken getreten habe.

In einem Manifest auf seiner Facebook-Seite habe der Mann seine Entlassung als «Rassismus» bezeichnet. In dem Schreiben habe der Mann auch seinen Rachefeldzug angekündigt und mehr als zwei Dutzend Menschen mit Gewalt gedroht, hieß es weiter. Auch der Vater des Opfers wird genannt. Er hatte damals die Vorwürfe, die zur Entlassung des Mannes führten, mit untersucht.

Am Donnerstag war in der Nähe von San Bernardino der ausgebrannte Truck des Mannes gefunden worden. Zeugen wollen ihn jedoch inzwischen auch unter anderem in Las Vegas und an der Grenze zu Mexiko gesehen haben.