Für weite Teile Deutschlands galt am Montag auf der fünfteiligen Skala die zweithöchste Gefahrenstufe des Deutschen Wetterdienstes (DWD), für einige Regionen Ostdeutschlands und den Nordosten Baden-Württembergs die höchste. Erst am Donnerstag soll sich die Lage entspannen, wenn Gewitterschauer durchgezogen sind.

Allerdings bringen die Schauer kaum Abkühlung, «Es bleibt wohl mindestens bis zum Wochenende sommerlich warm bis heiß», sagte DWD-Meteorologe Stefan Bach am Montag. Bei wachsender Schwüle legen die Temperaturen bis Mittwoch sogar noch zu. Wieder einmal ist der Südwesten die heißeste Ecke in Deutschland - dort soll das Thermometer am Dienstag bis zu 34 Grad anzeigen. Am Mittwoch ziehen im Südwesten Gewitterwolken auf, nur der Nordosten bleibt noch trocken.      

Seit Anfang des Monats herrscht Trockenheit im ganzen Land. Mancherorts sei überhaupt noch kein Tropfen Regen gefallen, etwa im thüringischen Jena oder in List auf der Nordseeinsel Sylt, sagte Meteorologe Bach. Im Bundesschnitt seien erst 9,4 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen, gut zwölf Prozent des Monatssolls. Dafür gab es in den ersten drei Juli-Wochen schon mehr Sonnenschein als sonst im ganzen Monat. Der DWD zählte im Schnitt 214,5 Stunden Sonne, zwei Stunden mehr als sonst im ganzen Monat.