Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg wirft den beiden Männern Verstöße gegen das Lebensmittel- und Futterrecht vor. «Es geht um den Verdacht, dass sie ihre Kunden über eine mögliche Belastung des Futters nicht informiert haben», sagte Oberstaatsanwältin Frauke Wilken am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Bei einer Verurteilung droht ihnen eine Geldstrafe oder maximal ein Jahr Haft.

Dioxinfunde in Eiern und Geflügel hatten die Verbraucher Ende 2010 aufgeschreckt. Fast 5000 Bauernhöfe mussten die Behörden damals bundesweit sperren. Zehntausende Schweine und Hühner wurden getötet. Als Auslöser des Skandals gilt der Futtermittelproduzent Harles und Jentzsch aus Schleswig-Holstein. Das Unternehmen hatte mit Dioxin belastetes Futterfett an mehrere Abnehmer in Deutschland geliefert.