Wie die Bundespolizei und das Hauptzollamt Dresden mitteilten, sollen die Unternehmen Vietnamesen beschäftigt haben, die von einer in Dresden ansässigen Zeitarbeitsfirma vermittelt wurden. Deren Chef und sein Führungsteam stünden im Fokus der Ermittlungen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Bei der Razzia wurden Computer und Geschäftsunterlagen sichergestellt. Betroffen waren Unternehmen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes in Dresden und Beamte der Bundespolizeiinspektion Halle ermittelten schon seit September 2009 in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Dresden in diesem Fall, hieß es.

Die Vietnamesen sollen mit falschen Personalien oder mit gefälschten Dokumenten ausgestattet worden sein. Zudem besteht der Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge und Steuern nicht ordnungsgemäß abgeführt wurden.