Vor allem konnten die Jäger weniger Wildschweine erlegen und mit etwa 14.100 Tonnen deutlich weniger Fleisch vom Schwarzwild anbieten als in der Vorsaison. Der Rückgang liege bei etwa 28 Prozent, 2017/18 wurden mit rund 19.700 Tonnen Wildschweinfleisch aber auch besonders viele Tiere erlegt.

«Die Jäger haben dagegen im Herbst 2018 viel weniger Frischlinge in den Wäldern antreffen können als gewöhnlich», sagte ein Sprecher des Jagdverbandes. Es sei davon auszugehen, dass viele der im trockenen Frühjahr 2018 geborenen Tiere die Dürre nicht überlebt hätten. «Die Natur ist kein Supermarkt», sagte der Sprecher. Schwerpunkte der Wildschweinjagd lagen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Etwa ein Viertel der Gesamtmenge wurde von dortigen Jägern geliefert.

Mit 9600 Tonnen ein Zehntel mehr als in der Vorsaison war das Angebot an Wildbret vom Reh (2017/18: 8700 Tonnen). Ein knappes Drittel davon wurde in Süddeutschland zur Strecke gebracht. Rothirsch mit rund 2700 Tonnen und Damwild mit knapp 1300 Tonnen bewegen sich in etwa auf Vorsaisonniveau. Laut Verbandsangaben liegt Wildfleisch bei den Deutschen hoch im Kurs: Laut eigener Erhebung essen 60 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Jahr Wildschwein, Reh, Hirsch und Co.

In diesem Jahr hätten sich die Wildschweinbestände wieder erholt, sagte der Sprecher. In der noch laufenden Jagdsaison seien deswegen auch wieder deutlich mehr Wildschweine erlegt und verarbeitet worden.