Er werde der Hauptversammlung im Mai Vorschläge unterbreiten, «die dauerhaft für mehr Offenheit, höhere Transparenz und direktere Mitgliedereinbindung sorgen sollen», sagte Meyer am Mittwoch in einer persönlichen Erklärung. Der Autoclub nehme die aktuelle Kritik sehr ernst - «auch wenn diese manchmal sehr pauschal war». Oberstes Gebot sei jetzt, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen.

Reformen im Hauruck-Verfahren plane man nicht: «Für diesen Prozess brauchen und nehmen wir uns die erforderliche Zeit, Gründlichkeit, Sorgfalt und sicherlich auch externen Rat, um auf die berechtigten Kritikpunkte der öffentlichen Diskussion angemessen zu reagieren.»

Hintergrund ist der Skandal um geschönte Zahlen beim ADAC-Mitgliederpreis «Lieblingsauto der Deutschen». Ex-Kommunikationschef Michael Ramstetter hatte eingeräumt, die Zahlen frisiert zu haben und seine Ämter beim Autoclub niedergelegt. Die ADAC-«Motorwelt», deren Chefredakteur Ramstetter war, ist nach neuen Zahlen Deutschlands Zeitschrift mit den weitaus meisten Lesern.