25 Jahre nach dem «Weißen Marsch» gegen sexuelle Gewalt hat die belgische Königin Mathilde an einer Gedenkveranstaltung teilgenommen.

Die Monarchin und Belgiens Premierminister Alexander de Croo zelebrierten eine Schweigeminute im Parc Royale in Brüssel, wie die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch berichtete.

Die Zeremonie erinnerte an eine Demonstration am 20. Oktober 1996 - kurz nachdem der Sexualstraftäter und Kindermörder Marc Dutroux verhaftet worden war. Rund 300.000 Menschen bekundeten damals ihre Solidarität mit den Eltern der Opfer.

Der Fall Dutroux erschütterte in den 90er Jahren ganz Belgien. Der Verbrecher entführte sechs Mädchen, er missbrauchte und folterte sie in einem Keller. Vier von ihnen starben. Besonders schockierend war, dass Dutroux und seine Komplizin und Lebensgefährtin Michelle Martin bereits in den 80er Jahren wegen Entführung und Missbrauchs verurteilt worden waren, aber wegen guter Führung wieder frei kamen. Das Paar wurde im August 1996 erneut gefasst. Martin kam 2012 unter Auflagen frei, Dutroux sitzt nach wie vor im Gefängnis.

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