Wie die Behörde heute in Tübingen mitteilte, wertet sie die Tat vom 24. Juli, bei der noch fünf weitere Menschen verletzt wurden, zudem als versuchten Mord mit gefährlicher Körperverletzung.

Ein 21-Jähriger hatte seine Freundin Ende Juli in aller Öffentlichkeit mit einem Dönermesser umgebracht. Die beiden hatten zusammen in einem Imbiss gearbeitet. Auf seiner Flucht verletzte der anerkannte Asylbewerber die fünf Menschen. «Die Motivation für die Tatbegehung konnte bislang nicht geklärt werden», teilten die Ermittler mit. Anhaltspunkte für einen politischen oder religiösen Grund gebe es nicht.

Das Opfer stammte aus Polen, wo Menschen öffentlich getrauert hatten. Ein Autofahrer hatte den 21-Jährigen auf der Flucht angefahren und so gestoppt. Die Ermittlungen gegen den Fahrer des Wagens wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurden den Angaben zufolge eingestellt.