Sie hätten Angst vor einer zwangsläufigen Mitschuld auch im Falle eines unverschuldeten Unfalls. Möglicherweise werde auf Dauer die Nachfrage nach Helmen steigen.

Laut Oberlandesgericht in Schleswig hat ein Radfahrer, der keinen Kopfschutz trägt, bei einem Unfall eine Mitschuld, wenn ein Helm die Kopfverletzungen vermieden oder gemindert hätte (Az. 7 U 11/12).

Der ADFC hat angekündigt, die betroffene Fahrradfahrerin bei der Revision vor dem Bundesgerichtshof zu unterstützen. Die Frau war wegen einer plötzlich geöffneten Autotür gestürzt und hatte sich schwere Kopfverletzungen zugezogen.

«Wir müssen nicht den Radfahrer sicherer machen, sondern die Radwege», sagte Dollriess. «Wir können einen Radfahrer nicht in einen Panzer kleiden, damit er genausoviel Blech um sich hat wie beim Auto.»