Die Absturzstelle an einem Waldrand glich nach Augenzeugenberichten einem riesigen Trümmerfeld. Bei den Opfern handelt es sich nach Information der Nachrichtenagentur dpa um zwei Männer und zwei Frauen. Näheres zur Identität des Piloten und seiner drei Passagiere konnte die Polizei am Samstagabend zunächst nicht machen.

Der Hubschrauber vom Typ Robinson R 44 war auf dem Weg von Augsburg nach Salzburg, wie die Polizei in Rosenheim mitteilte. Bei dem Fluggerät handelt es sich um einen aus Österreich stammenden Miet-Hubschrauber. In Augsburg war der Hubschrauber nur zwischengelandet. Der erste Abflugsort blieb zunächst unbekannt.

Bei Teisendorf, südlich der Autobahn München-Salzburg (A 8), hatten Bewohner einer Ortschaft gegen 17.15 Uhr zunächst einen lauten Knall vernommen, bis klar war, dass es sich um einen Absturz handelte. Sie alarmierten die Rettungskräfte. «Der Hubschrauber ist am Boden in Brand geraten», sagte ein Polizeisprecher.

Unmittelbar nach dem Absturz trafen am Unfallort neben den Rettungskräften auch Sachverständige des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung ein. Der Absturzort befand sich in steilem Gelände - an einem Hang, etwa 200 Meter von einem Gehöft entfernt. Zur Autobahn Richtung Salzburg waren es etwa 800 Meter. Zum Unfallzeitpunkt, so bestätigte die Polizei, herrschten sehr schlechte Sichtbedingungen mit tief hängenden Wolken.

Nach ersten Ermittlungen war davon auszugehen, dass der Hubschrauber in einem Waldstück Bäume streifte und danach abstürzte. Es gab Hinweise, nach denen der Pilot durch plötzlich auftretenden Nebel beziehungsweise dichte Wolken die Orientierung verlor.

Am Absturzort war zu erkennen, dass der Hubschrauber in etwa 15 bis 20 Metern Höhe gegen mehrere Nadelbäume flog. Zahllose Äste lagen am Boden, dazu tausende Trümmerteile. Ein Rotorteil hing noch in den Bäumen.

Laut Polizei kann es Tage dauern, bis die genaue Identität der Opfer und die Absturzursache bekannt sind.