Einen Tag nach dem Fund der Toten in der Sauna eines Wohnhauses in Ennepetal gingen die Ermittler von einem tragischen Unglücksfall aus. Woran die Männer starben, war unklar. Sie waren zuvor auf einer Nikolausfeier gewesen. Die Polizei wollte keine Angaben dazu machen, ob Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte.

Der Fall ereignete sich im Haus des 48 Jahre alten Opfers. Der in der Nachbarschaft wohnende Bruder hatte sich am Sonntag auf die Suche nach dem 48-Jährigen gemacht - und fand die drei Männer zusammengesunken auf den Sauna-Bänken. Alle drei hatten am Vorabend gemeinsam an der Nikolausfeier eines metallverarbeitenden Betriebs in Ennepetal teilgenommen. Derzeit sei noch nicht geklärt, ob die zwei Besucher im Haus des 48-Jährigen übernachtet hatten, so die Polizeisprecherin.

Die Tür der Sauna war laut Polizei frei zugänglich. Es habe auch keinerlei Hinweise auf Probleme beim Verlassen des Raums gegeben, erläuterte die Sprecherin. Technische Defekte seien auch nicht gefunden worden. Die Leichen hätten zudem keinerlei Spuren von äußeren Verletzungen oder Gewalteinwirkungen aufgewiesen.

Der Deutsche Sauna-Bund warnte vor dem Konsum von Alkohol im Zusammenhang mit Saunagängen. Geschäftsführer Rolf Pieper sagte, in seiner 30-jährigen Dienstzeit habe er nur von «einigen wenigen Todesfällen» in Saunaräumen gehört, zumeist im Zusammenhang mit überhöhtem Alkoholkonsum.