Noch im vergangenen November sei er unbehelligt nach Hamburg gereist, sagte Watson kurz nach seiner Freilassung vor dem Gefängnis in Frankfurt, wo ihn Anhänger begeistert begrüßten. Watson darf Deutschland bis zur Entscheidung über sein Auslieferungsverfahren nicht verlassen.

Der als militanter Walfanggegner und Haischützer bekannte Watson war am 13. Mai am Frankfurter Flughafen aufgrund eines Haftbefehls aus Costa Rica festgenommen worden. Dem Chef der internationalen Tierschutzgruppe Sea Shepherd (Deutsch: Meeres-Hirte) wird ein Eingriff in den Schiffsverkehr vorgeworfen. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Jahr 2002 in guatemaltekischen Gewässern. Dabei soll Watson, der die kanadische und die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, die Crew eines Schiffes aus Costa Rica bedroht und mit einer Wasserkanone angegriffen haben.