Hannover

Prozess um Tod von Streitschlichter an Landgericht verwiesen

Ein 24-Jähriger stirbt nach einer Prügelei auf einem Parkplatz bei Hannover. Er hatte versucht, den Streit zweier Männer zu beenden. Fast zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des 24-Jährigen muss sich ein 49-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.
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Amtsgericht Hannover
Das Amtsgericht in Hannover: Hier findet der Prozess zur fahrlässigen Tötung eines Streithelfers statt. Foto: Holger Hollemann

Der vor dem Amtsgericht Hannover gestartete Prozess um den gewaltsamen Tod eines 24 Jahre alten Streitschlichters soll vor dem Landgericht neu aufgerollt werden. Das entschied Richter Lars Römermann am Montag nach Verlesung der Anklage und Vernehmung der ersten Zeugen.

Ein 49-Jähriger muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, den 24-Jährigen bei einer Schlägerei auf einem Parkplatz in Seelze in der Nacht zum 22. Februar 2015 am Kopf getroffen zu haben. Das Opfer hatte sich unvermittelt zwischen den Angeklagten und einen 28-jährigen Mann gestellt.

Der Streitschlichter starb wenige Tage später im Krankenhaus. Er könne nicht ausschließen, dass es sich bei der Tat doch um Körperverletzung mit Todesfolge handelt, begründete der Richter. Deshalb müsse vor dem Landgericht Hannover neu verhandelt werden.