Das Video, das im Haus des Onkels von Pistorius gedreht worden sein soll, wurde am Sonntag in Australien sowie am Montag in Ausschnitten in südafrikanischen Medien ausgestrahlt.

Das Material sei illegal erhalten worden, hieß es in einer Erklärung der Anwälte am Montag. Die Veröffentlichung sei ein «Vertrauensbruch» und ein Angriff auf die Privatsphäre der Familie des Angeklagten. Das Gericht habe das Video nicht gesehen, hieß es nach Angaben der Staatsanwaltschaft.

Am Montag wurde die Befragung eines Zeugen fortgesetzt. Es wird erwartet, dass die Zeugenbefragungen in dieser Woche beendet werden. Nach einer mehrwöchigen Pause sollen dann Verteidigung und Staatsanwaltschaft ihre Plädoyers halten. Bei einem Schuldspruch droht Pistorius eine lebenslange Haftstrafe.

Pistorius hatte in der Nacht zum 14. Februar 2013 in seinem Haus seine Freundin Reeva Steenkamp durch eine verschlossene Toilettentür erschossen. Der 27-Jährige beteuert, dass er hinter der Tür einen Einbrecher vermutet habe und in Panik geraten sei. Der Staatsanwalt beschuldigt ihn des kaltblütigen Mordes.