2000 zusätzliche Soldaten und Polizisten würden nach Michoacán geschickt, berichtete die Zeitung «Reforma» am Donnerstag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Allein in dieser Woche waren bei Angriffen mutmaßlicher Angehöriger krimineller Organisationen auf Polizeipatrouillen 24 Menschen ums Leben gekommen.

«Ich habe der Bundespolizei, der Generalstaatsanwaltschaft und den Streitkräften präzise Anweisungen erteilt, die örtlichen Behörden noch stärker zu unterstützen», sagte Präsident Enrique Peña Nieto bei einer Graduierungsfeier von Marinekadetten. Der Staatschef räumte ein, dass der Staat die Kontrolle über einige Teile des Landes verloren habe.

Im Kampf gegen die Drogenkartelle wollte Peña Nieto eigentlich vom militärisch geprägten Ansatz seines Vorgängers Felipe Calderón abrücken. Nachdem allerdings das Kartell «Caballeros Templarios» (Tempelritter) große Teile von Michoacán unter seine Kontrolle gebracht hatte und sich Bürgerwehren bildeten, schickte die Regierung Ende Mai 6000 Soldaten und Hunderte Bundespolizisten in die Unruheprovinz.