Die Feuerwehr fuhr unter anderem ein unbemanntes, ferngesteuertes Spezialfahrzeug in die brennende Halle, um die Flammen mit einer Löschkanone zu stoppen.

Der Brand hatte sich in der Nacht aus noch ungeklärter Ursache in einem Lager für Kunststoffabfälle unter freiem Himmel entzündet. Es entstand ein Schaden von rund 3,5 Millionen Euro, teilte ein Sprecher des betroffenen Unternehmens Benecke-Kaliko am Freitag mit.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung kam es im Umkreis der Firma auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Direkt hinter dem Unternehmen verläuft die Bahnstrecke Hamburg-Hannover. Dort waren die Gleise zwischen 2 und 9 Uhr morgens gesperrt. Fernzüge mussten umgeleitet werden, die S-Bahnen fielen aus, sagte eine Bahnsprecherin. Darüber hinaus beeinträchtigte der Rauch auch die Sicht auf der nahe gelegenen Autobahn 2.

Für die Feuerwehr Hannover war der Brand einer der größten Einsätze der vergangenen Monate, 170 Brandbekämpfer und 45 Fahrzeuge waren im Einsatz. «Die Flammen sind zeitweise 40, 50 Meter hochgeschlagen», sagte Feuerwehrsprecher Nils Beneke. Das Feuer griff auch auf eine Wellblech-Halle über, in der Rohstoffe für die Produktion von Kunstleder lagerten.

Bei Messungen wurden keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Umgebung nachgewiesen, teilte die betroffene Firma Benecke-Kaliko mit. Anwohner mussten jedoch bis zum frühen Morgen vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten.