Durch die weiteren Löscharbeiten der Feuerwehr könne sich der Rauch wieder verstärken, teilte die Stadt Duisburg mit. In den betroffenen Stadtteilen drohen demnach «bodennahe Rauchwolken». An der viel befahrenen A57 sollen außerdem die Abfahrten in den Krefelder Stadtteil Uerdingen gesperrt bleiben.

Die Schadstoffmessungen blieben aber auch am Mittwoch unter den gesetzlichen Grenzwerten, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf sagte. Gleichzeitig riet die Behörde vorsorglich vom Verzehr von Obst und Gemüse aus Gärten der Umgebung ab. Die Feuerwehr in Krefeld bestätigte, dass bei der Suche nach letzten Brandnestern immer wieder neue Rauchwolken aufsteigen könnten. Die Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät würden auch in der Nacht fortgesetzt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisierte die Informationspolitik der Behörden. In einer Mitteilung warf die Kreisgruppe Duisburg dem Landesumweltamt Lanuv mangelnde Transparenz vor. «Auch einen Tag nach dem Großbrand gibt es auf der Internetseite keinerlei Informationen zu dem Störfall», monierten die Umweltschützer. Was, wo, wann und wie gemessen wurde, sei nicht nachvollziehbar. Ein Sprecher wies die Vorwürfe zurück: «Wir veröffentlichen im Internet die Messdaten für die Station Krefeld-Hafen.»

In der Düngemittelfabrik war am Dienstag ein Lager mit insgesamt 33 000 Tonnen Rohstoffen und Fertigprodukten in Brand geraten. Die Halle wurde komplett zerstört. Die Brandursache war auch am Mittwoch unklar. Warum es am Dienstag zu der schwarzen Rauchwolke gekommen war, erklärt der Werksleiter auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit den verbrannten Materialien. Neben den alten Holzbalken der Halle hatten nach seiner Aussage auch Dachpappe und Förderbänder aus Gummi Feuer gefangen.