Nach der größten Faschingsfeier in Osthessen mit 3500 Gästen war am Wochenende zunächst nur von sieben Opfern die Rede.

Die Frauen, denen vermutlich Betäubungsmittel ins Glas gekippt wurde, sind zwischen 21 und 40 Jahre alt. Einige von ihnen verloren kurzzeitig das Bewusstsein. Einige der Opfer mussten in Krankenhaus. Eine 40-Jährige, die sogar auf die Intensivstation gebracht werden musste, wurde später auf eine normale Station verlegt. Eine Spur von dem oder den Tätern hat die Polizei nicht. Die Opfer seien wohl zufällig ausgewählt worden, sie hätten sich nicht gekannt.

Um zweifelsfrei zu prüfen, ob es sich um K.o.-Tropfen handelt, wurden Blut- und Urinproben der Frauen zur Gerichtsmedizin geschickt. Am Mittwoch sollen Ergebnisse vorliegen. Ein Polizeisprecher sagte: «Solche Fälle sind generell schwer nachweisbar. Die mögliche Substanz baut sich im Körper schnell ab. Das ist komplizierter als bei Alkoholproben.» Nach den Vorfällen brach der Veranstalter die Party um 3.00 Uhr ab.