Wie die Polizei nach Medienberichten am späten Montagabend (Ortszeit) mitteilte, war der 59-Jährige während einer Sitzung des Gemeinderates der Ortschaft Ross in das Gebäude eingedrungen und hatte wahllos auf die rund 15 Teilnehmer gefeuert.

Zwei Männer starben an Ort und Stelle, ein dritter auf dem Weg ins Krankenhaus, wie es weiter hieß. Zudem sei eine Frau schwer verletzt worden. Einer der Anwesenden habe den Angreifer überwältigen können. Dabei sei der 59-Jährige durch eine oder zwei Kugeln aus der eigenen Waffe ins Bein getroffen worden.

Bei dem Amokläufer handele es sich um einen Schrotthändler, der schon seit langem mit dem Gemeinderat des knapp 5500 Einwohner zählenden Ortes im Streit über ein Grundstück gelegen habe, berichtete die Lokalzeitung «Pocono Record». Er habe auf dem Gelände eine illegale Hütte gebaut und befürchtete, diese zu verlieren. «Wenn ich dieses Grundstück verliere, kann ich nirgendwo sonst hin», soll er vor Wochen gesagt haben.

Ein Reporter der Zeitung, Chris Reber, hatte erstmals an einer Gemeinderatssitzung teilgenommen und den Angriff miterlebt. Er habe mehr als zehn Schüsse gehört, erzählte er. Der Angreifer habe zunächst von außen durch die Wände geschossen, bis das Magazin leer gewesen sei. Dann sei er zu seinem Wagen zurückgekehrt und habe eine zweite Waffe geholt.