Laut der endgültigen Zählung des Statistischen Bundesamts kamen 3339 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 7,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das sei der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung 1953, erklärte das Bundesamt.

Auch die Zahl der Verletzten sinkt seit Jahren: 2013 wurden rund 64 000 Menschen bei Unfällen schwer verletzt, 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Leichtverletzten ging um 2,5 Prozent auf gut 310 000 zurück. Das sind die zweitniedrigsten Zahlen seit 1991. Weniger Verletzte hatte es 2010 gegeben, damals wurden 62 600 Menschen schwer und 308 600 leicht verletzt.

Seit Januar steigt die Zahl der tödlich Verunglückten wieder deutlich. In den ersten vier Monaten dieses Jahres starben 941 Menschen auf deutschen Straßen, 10,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. «Aggression und Ablenkung im Straßenverkehr nehmen zu und sind ein Grund dafür», sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Eine Studie seines Hauses werde die Hintergründe von aggressivem Verhalten untersuchen.

Die Polizei nahm im vergangenen Jahr rund 2,4 Millionen Unfälle auf, 0,5 Prozent mehr als 2012. Damit sei 2013 das unfallreichste Jahr seit der deutschen Wiedervereinigung, erklärte das Bundesamt.

Am gefährlichsten sind die Landstraßen außerhalb von Ortschaften: Dort kamen die meisten Verkehrsteilnehmer ums Leben (57,9 Prozent). Auf den Autobahnen waren es 12,8 Prozent.

Am häufigsten führten Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- oder Anfahren zu Unfällen mit Toten oder Verletzten, wie das Bundesamt erklärte. Für knapp 16 Prozent der schweren Unfälle waren solche Fehler verantwortlich. Zweithäufigste Ursache seien Vorfahrtsfehler (14,6 Prozent), an dritter Stelle folgt zu schnelles Fahren (13,9 Prozent). Alkohol am Steuer ist laut Statistik die Ursache für 3,8 Prozent der Unfälle mit Toten oder Verletzten.