Der Vertrag zu der 100-Prozent-Übernahme des Medienbranchendiensts von dessen Gründer und Herausgeber Dirk Manthey sowie dem mit einem Minderheitsanteil beteiligten ehemaligen Chefredakteur Georg Altrogge sei rückwirkend zum 1. April 2013 geschlossen worden, teilte die Verlagsgruppe in Düsseldorf mit.

Man nehme ein «journalistisches Premiumprodukt» in die Familie auf, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Gabor Steingart. Sitz von Meedia bleibe Hamburg. Über den Kaufpreis wurde zunächst nichts verlautbart.

Manthey teilte «in eigener Sache» in dem Onlineportal mit: «Ich selbst möchte mich mit dem Verkauf von Meedia zeitlich entlasten.» Meedia sei heute «die Informationsquelle Nr.1 für Medien-Nachrichten», schrieb Manthey.

«Trotzdem hat sich Meedia wirtschaftlich immer etwas schwergetan. Das lag vor allem daran, dass Meedia bisher ein Internet-Only-Unternehmen ist.»

Für eine gute Rentabilität hätte man «- wie die Konkurrenz -» expandieren müssen, etwa einen großen Stellenmarkt einführen, Seminare und Kongresse veranstalten und auch ein Print-Produkt machen müssen, erklärte Manthey. «Davor haben wir immer zurückgeschreckt.» Das Onlineportal hatte im März mehr als 1,6 Millionen Visits.