Ebay-Chef John Donahoe selbst ging in der Mitteilung zu den Geschäftszahlen nicht weiter auf den Streit ein. «Wir haben ein starkes erstes Quartal hinter uns», erklärte er. Allerdings zeigten sich Anleger enttäuscht über den Ausblick auf das restliche Jahr. Die Aktie fiel nachbörslich um 4 Prozent.

Ebay wird demnach voraussichtlich nur einen dünnen Gewinn einfahren. Grund ist eine ungewöhnlich hohe Steuerlast, weil Ebay Gewinne von 6 Milliarden Dollar aus dem Ausland in die USA holt. Dabei halten die US-Steuerbehörden die Hand auf.

Üblicherweise vermeiden amerikanische Konzerne aus diesem Grund, ihre Auslandsgewinne in die Heimat zu holen. So zapft der reiche Apple-Konzern gerade zum wiederholten Male den Kapitalmarkt für frisches Geld an, um nicht an die Barbestände jenseits der US-Grenzen gehen zu müssen.