In anderen Ländern sind die Twitter-Mitteilungen der Gruppe jedoch weiterhin sichtbar. Damit kam das US-Unternehmen nicht vollständig der Forderung der Polizeidirektion Hannover nach, das Benutzerkonto «@hannoverticker» umgehend und ersatzlos zu schließen.

Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) begrüßte dennoch die schnelle Reaktion der Internet-Branche: «Das ist ein ganz wichtiger Schritt!» Für Rechtsextremisten habe gerade das Internet als Kommunikationsmittel und Anwerbeplattform für junge Menschen zunehmend an Bedeutung gewonnen, betonte er.

Andere Online-Unternehmen wie etwa Google oder Facebook filtern schon lange Inhalte gemäß den geltenden nationalen Bestimmungen. Twitter änderte erst vor kurzem seine Nutzerbedingungen, um das möglich zu machen. «Wir wollen nie Inhalte zurückhalten. Es ist gut, Werkzeuge zu haben, um es punktuell und transparent zu machen», schrieb Twitter-Manager Alex Macgillivray mit einem Link zu der Polizeianfrage aus Hannover.