In dieser Variante sollen auch keine Daten über die Seitennutzung gesammelt werden, wie es sonst bei Werbeanzeigen üblich ist, kündigte Chefredakteur Benjamin Sterbenz am Montag in einem Eintrag auf Golem an.

«Es wird keine Werbung geladen, keine Daten werden an die Adserver gesendet, keine Profilbildung wird durchgeführt», schrieb Sterbenz. Allein die Zahl der Seitenaufrufe werde weiterhin gezählt. Alle Texte und Videos sollen weiterhin auch für Nicht-Abonnenten mit Werbung frei zugänglich sein: «Inhalte kommen ausdrücklich nicht hinter eine Paywall.»

Golem versucht so einen Ausweg aus einem Dilemma zu finden: Viele der technisch versierten Leser der Seite verwenden Adblocker, um ungewollte Werbebanner zu unterbinden. Gleichzeitig finanziert sich die 20-köpfige Redaktion über Werbeeinnahmen. Die Webseite setze sich für «weniger aufdringliche Werbeformen» für die kostenfreie Version ein, schrieb Sterbenz. Das Abo für «Golem pur» kostet je nach Laufzeit zwischen 4 Euro und 2,50 Euro pro Monat.