Vor einigen Wochen kündigte bereits der große Rivale Microsoft an, seine Xbox One voraussichtlich ab September zu verkaufen. In China waren Spielekonsolen jahrelang verboten. Zuletzt wurde die Blockade vorerst auf Zeit und mit Vorbehalten aufgehoben. Zum Beispiel sollen Spiele mit Gewalt-Darstellung zensiert werden.

Sony bildet für China ebenso wie Microsoft Gemeinschaftsunternehmen mit einer chinesischen Firma, der Shanghai Oriental Pearl Group, wie die Partner am Montag bekanntgaben. Microsoft will seine neue Xbox über ein Joint-Venture mit der chinesischen Medienfirma BesTV vertreiben. Nintendo gab noch keine Pläne für China bekannt, sondern kündigte nur generell eine neue Konsole für Schwellenländer an.

In den vergangenen Jahren waren zwar immer wieder Konsolen und Spiele über Umwege nach China gelangt. Aber erst jetzt können die großen Anbieter den Markt legal ins Visier nehmen. Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers rechnet für das kommende Jahr mit rund zehn Milliarden Dollar Umsatz im chinesischen Spielegeschäft.