In dem Dokument mit der Bezeichnung «Soziale Medien: Empfehlungen für einen sicheren Umgang» wird unter anderem eine Trennung zwischen beruflicher und privater Nutzung Sozialer Netzwerke gefordert.

«Es muss aus allen Kommentaren erkenntlich sein, wenn es sich um die private Meinung handelt», heißt es in dem Papier. Auch Familienangehörige sollten gebeten werden, verantwortlich mit den Netzwerken umzugehen. Wenn erkennbar sei, dass ein Betrag von einem Bundeswehrangehörigen komme, gelte die Empfehlung: «Kommunizieren Sie immer ehrlich und transparent.» Die Leitlinien erkennen aber offenbar auch an, dass Online-Medien ihren eigenen Gesprächsstil haben. So wird im letzten Punkt unter der Überschrift «Qualität und Souveränität» geraten, in Sozialen Netzwerken immer souverän aufzutreten, «also mit Charme, klar und verbindlich, wenn möglich auch mit Humor».

Blog-Betreiber Thomas Wiegold kommentierte, die knappe Anleitung zähle eigentlich nur Selbstverständlichkeiten auf. «Aber vielleicht ist gerade das erst mal nötig.» Wichtig sei, was vor allem nicht darin stehe - dass kein Soldat auf die Nutzung von Twitter, Facebook oder Blogs verzichten solle. Im Einzelfall, so Wiegold, könnte es schwierig sein, die Grenzen zu ziehen. Dies werde eine Herausforderung für Vorgesetzte. «Und stellt Ansprüche an deren Medienkompetenz».