Dabei baute Samsung seine Position als weltgrößter Smartphone-Hersteller noch weiter aus. Mit 70,7 Millionen Geräten kam laut IDC fast jedes dritte Smartphone von den Südkoreanern. Apple hielt sich mit 37,4 Millionen iPhones klar auf Platz zwei. Der Marktanteil sank allerdings innerhalb eines Jahres von 23 auf 17,3 Prozent.

Insgesamt schossen die Smartphone-Verkäufe im Jahresvergleich um 41,6 Prozent auf 216,2 Millionen Geräte hoch, wie IDC am Donnerstag mitteilte. Da das Interesse an einfachen Handys rapide wegbricht, wuchs der gesamte Absatz von Mobiltelefonen aber nur um vier Prozent auf 418,6 Millionen Geräte.

«Der zweite große Trend in dem Geschäft ist der Vorstoß chinesischer Unternehmen unter die führenden Smartphone-Hersteller», sagte IDC-Analyst Ramon Llamas. Die chinesischen Anbieter Huawei und ZTE liegen derzeit auf dem vierten und fünften Platz mit jeweils 4,6 und 4,2 Prozent Marktanteil. Sie sitzen damit der aktuellen Nummer drei LG aus Südkorea im Nacken, die auf 4,8 Prozent kommt.

Inzwischen erfasst die Smartphone-Revolution zunehmend auch Entwicklungsländer und damit verschieben sich die Gewichte in der Branche. In Märkten wie China, Indien oder afrikanischen Staaten sind derzeit vor allem günstige Smartphones gefragt, während der Verkauf der vor kurzem noch populären einfachen Handys einbricht.

Damit steht der einstige Handy-Marktführer Nokia verstärkt unter Druck, auch im Geschäft mit günstigen Smartphones Fuß zu fassen. Im Gesamtmarkt hält Nokia sich mit 14,8 Prozent Marktanteil auf dem zweiten Platz. Samsung war IDC zufolge auch im gesamten Handy-Markt die klare Nummer eins mit 115 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 27,5 Prozent.

Derzeit grasen vor allem billige Android-Geräte den Markt ab. Auch Apple muss sich deshalb Gedanken machen, ob es ausreicht, wie bisher ältere iPhone-Modelle günstiger anzubieten.