Dies sei das zehnte Land, in dem das 2006 in Frankreich gegründete Unternehmen aktiv sei, sagte Geschäftsführer Olivier Bremer der Nachrichtenagentur dpa.

BlablaCar wolle dabei auch von der Entscheidung des deutschen Marktführers Mitfahrgelegenheit.de profitieren, eine Vermittlungsgebühr zu erheben. «Es wäre schade um die Idee der Mitfahrzentrale, wenn die Leute deswegen künftig nur noch Fernbusse nutzen», sagte Bremer.

BlablaCar will nach seinen Angaben nun auch in Deutschland eine Community aufbauen, die Autofahrer und Mitfahrer so miteinander vernetzt, dass Menschen mit gleichen Interessen sich für gemeinsame Fahrten zusammenfinden. Der Name des Anbieters ist eine Anspielung auf die Gespräche im Fahrzeug: Die Nutzer geben an, ob sie eher schweigsam oder redselig sind.

«Wir wollen etwas frischer auf diesem Markt einsteigen», sagte Bremer. BlablaCar habe drei Millionen Nutzer, die bislang Fahrten mit einer Gesamtstrecke von mehr als zwei Milliarden Kilometern angeboten hätten.

Der Anbieter sei in den bisher neun europäischen Ländern überall Marktführer. BlablaCar erzielt Einnahmen aus der Online-Werbung sowie über Parterschaftsabkommen mit bisher etwa 200 Firmen, für die spezielle Konzepte entwickelt werden, unter ihnen Carrefour und Ikea.

In Deutschland bietet neben Mitfahrgelegenheit.de und Mitfahrzentrale.de auch das österreichische Unternehmen Drive2day über das Internet die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten an.