Mit Hilfe von Klout wolle man Anwendern der Microsoft-Suchmaschine Bing die Suche in Sozialen Netzwerken erleichtern und den Einfluss von einzelnen Personen im Web verdeutlichen, teilte Microsoft-Manager Derrick Connell in einem Blog-Eintrag mit. Das kalifornische Unternehmen Klout analysiert die Beiträge von Nutzern bei Diensten wie Facebook, Twitter, YouTube, Google+ und LinkedIn und ermittelt daraus einen Wert der Online-Reputation auf einer Skala von 1 bis 100. An der Spitze liegt derzeit US-Präsident Barack Obama mit einem Klout-Wert von 99, der in allen maßgeblichen Netzwerken mit großer Reichweite aktiv ist.

Die Zusammenarbeit von Microsoft und Klout wird zunächst nur Auswirkungen auf Bing-Anwender in den USA und Kanada haben, erklärte Microsoft. Wenn sie bei der Suche auf Bing gleichzeitig im Sozialen Netzwerk Facebook eingeloggt sind, sehen sie bei Suchen eventuell vorhandene Klout-Werte von gefundenen Personen oder Marken. Das soll nicht nur bei Suchanfragen funktionieren, die einzelne Namen betreffen. Auch bei der Suche nach Filmbesprechungen sollen beispielsweise die «Klout-Scores» der in den Suchergebnissen gelisteten Filmkritiker erscheinen. Damit können die Bing-Anwender auf einen Blick sehen, wie hoch die Online-Reputation der jeweiligen Autoren ist.

Das Ranking durch Klout ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass der Algorithmus von Klout sich vor allem an der Quantität von Social-Media-Aktivitäten orientiere und zu wenig die Qualität der Inhalte berücksichtige.