Dazu sei das Passwort der Eltern nicht notwendig. Das Versprechen, einen «sicheren Surfraum» für Kinder schaffen, werde «noch nicht einmal ansatzweise» eingelöst, schreibt die Webseite.

Der «KinderServer» kann auf Windows- oder Mac-Computern installiert werden und leitet dann den gesamten Internetverkehr über einen so genannten Proxyserver um. Dieser lässt nur den Zugriff auf eine vorab festgelegte Liste von Internet-Adressen zu. Die Beschränkung kann aber auch ein Kind mit eingeschränkten Zugriffsrechten direkt in den Einstellungen des Browsers Internet Explorer rückgängig machen. Dazu muss es nicht das Passwort der Eltern oder des Computer-Administrators kennen. «Der Filter funktioniert also nur bei sehr jungen Kindern ohne Computerkenntnisse oder wenn das Kind kooperiert und die Einschränkung durch den Proxy akzeptiert», lautet das Urteil der Experten.

Die Filterwirkung des «KinderServers» sei «ziemlich rigide». Von den getesteten Kinderseiten ließ er 93 Prozent passieren, allgemeine Seiten, etwa von Online-Händlern oder großen Unternehmen, nur zu 16 Prozent. Aufklärungsseiten zum Thema Sexualität gelangten zu 6 Prozent durch den Filter, Nachrichtenseiten zu 4 Prozent. Blockiert wurde auch der Zugriff auf die Homepage der Familienministerin unter www.kristinaschroeder.de.