Dafür bietet ihr jetzt erschienenes Buch eine Art Dialektik der Netzgesellschaft. Es gehört damit zu den besten Neuerscheinungen des Jahres zu einem vielfach strapazierten Thema.

Es liegt nicht an mangelnden Informationen oder dem fehlenden Verständnis, wenn die Meinungen über das Netz weit auseinandergehen. Es sind tiefe Interessenkonflikte, die dem Streit über die Umwälzungen, die das Internet in Gesellschaft und Alltag ausgelöst hat, zugrunde liegen. Dieser Ausgangsposition folgend, zieht das Buch mit dem Titel «Internet - Segen oder Fluch» einen weiten Bogen: Zunächst stellen die Autoren die Missverständnisse dar, die von schiefen Metaphern gefördert werden.

Dann betrachten sie die Schwierigkeiten, mit denen schon jede Neuerung zu kämpfen hatte. Das Internet lässt kaum eine Branche unverändert: «Die Musikindustrie hat die Auseinandersetzung bereits hinter sich, in der Buchbranche beginnt sie gerade erst.