Die modische Box, die nun an die ersten Kunden ausgeliefert wird, soll die Vorteile der modernen Dienste in der «Internet-Wolke» wie Google Docs, Dropbox oder Skype mit der Datensicherheit eines eigenen Servers verbinden.

Das gewaltige Interesse am Marktstart des Start-ups Protonet lässt sich aber nicht alleine durch das ausgefallene Design oder das technische Konzept der Hamburger erklären.

«Seit den Berichten über die Spionage der anglo-amerikanischen Geheimdienste, von denen besonders Cloud-Dienste betroffen sind, klingelt das Telefon bei uns viel öfter als zuvor», sagt Protonet-Mitbegründer Ali Jelveh.

Beim ursprünglichen Entwurf des Mini-Servers stand für Jelveh allerdings nicht die Angst vor NSA, BND oder GCHQ im Vordergrund, sondern das «komische Bauchgefühl» bei der Nutzung von herkömmlichen Internet-Diensten: «Die Cloud ist cool und bequem. Aber wem gehören die Daten dann, wenn sie dort liegen? Das ist bei den meisten Anbietern ein System, das ich nicht durchschauen kann.»