«Wir prüfen für alle unsere Kooperationspartner immer wieder, wie die Kooperation von unserem eigenen Anspruch her einzuschätzen beziehungsweise gegebenenfalls kritisch zu hinterfragen ist», sagte dm-Chef Erich Harsch nach Angaben des Konzerns vom Mittwoch. Er bestätigte damit eine Meldung der «Neuen Westfälischen Zeitung» in Bielefeld (Mittwochausgabe).

Der Drogeriekonzern beliefert als Großhändler Amazon mit seinen Eigenmarken, der diese dann vertreibt. Dieses Geschäft laufe bislang nur zögerlich, hatte Harsch vor wenigen Tagen erklärt.

Der Internethändler steht seit Ausstrahlung einer ARD-Dokumentation über die Behandlung von Leiharbeitern stark in der Kritik. Der Karlsruher dm-Konzern habe «die Vorwürfe sehr aufmerksam zur Kenntnis genommen», sagte Harsch weiter. «Selbstverständlich werden wir mit Amazon darüber sprechen und darum bitten, die eigenen Erkenntnisse und Haltungen deutlich zu machen.»