Eigentlich hatte er nicht damit gerechnet, ausgerecht auf der Webseite der NSA eine Schwachstelle zu finden, sagte der 24-jährige Computerexperte Matthias Ungethüm der dpa. Doch die Lücke war schnell entdeckt: «Ungefähr eine Nacht hat es gedauert», sagte er. «Erschreckenderweise war es vergleichsweise einfach.»

Ungethüm konnte eine eigene Botschaft auf der NSA-Website hinterlassen. Er ersetzte das NSA-Motto «Codebreakers and Codemakers» durch den Schriftzug «Durchleuchten Sie Ihre Homepage». Die Lücke sei nicht ungefährlich. Über solche präparierten Websites könnten Trojaner auf die Rechner von Nutzern geschmuggelt werden.

Das ausgetauschte Bild war nur beim Aufrufen eines speziell bearbeiteten Links zu sehen, sagte MDR-Info-Redakteur Michael Voß der dpa. Die anderen Besucher der Webseite hätten die reguläre Version angezeigt bekommen. Die NSA habe die Schwachstelle mittlerweile geschlossen, berichtete der Sender am Freitag.