Die Gründerin der «Huffington Post» geht am nächsten Donnerstag (10.10.) auch in Deutschland zum Angriff über. Der Start der deutschsprachigen Ausgabe der kostenlosen US-Internetzeitung sorgt für viel Unruhe.

Ein Grund dafür ist: Viele Verleger in Deutschland wollen die Gratiskultur im Netz zurückdrängen und Bezahlschranken einrichten, um trotz sinkender Zeitungsauflagen guten Journalismus finanzieren zu können. Sie fürchten nun, dass die «HuffPo» diese Bemühungen konterkariert. Denn die Onlinezeitung setzt für ihr Gratis-Angebot ausschließlich auf Werbung - wobei Online-Werbung bei weitem nicht so hohe Erlöse einbringt wie Anzeigen im Printgeschäft.

Ein weiterer Grund: Die «HuffPo» nutzt auch kostenlos die Inhalte anderer Zeitungen. Der neue Besitzer der «Washington Post», Jeff Bezos, drückte das so aus: Seine Journalisten könnten monatelang an einer Geschichte recherchieren, die die «HuffPo» dann «in 17 Minuten» umschreibt und bei sich platziert.