Andere Länder wiederum verzichten zwar auf Regelungen zum Umgang mit der Freundschaftsplattform. Sie appellieren aber an Eigenverantwortung, gesunden Menschenverstand und die Pflicht der Lehrer, Dienstliches aus Facebook herauszuhalten. «Wir gehen die Sache präventiv an», erklärte etwa ein Sprecher der Hamburger Kultusbehörde. Ein schulisches Verbot von Facebook-Freundschaften zwischen Pädagogen und Schülern, wie es jetzt Rheinland-Pfalz beschlossen hat, wollen andere Bundesländer aber nicht.

In Bayern und Baden-Württemberg gilt weiter: Es gibt ein dienstliches Facebook-Verbot für Lehrer. Privat dürfen sie dort aber aktiv sein und sich auch mit Schülern befreunden. Ein bayerischer Ministeriumssprecher betont jedoch: «Wir raten zu einem defensiven Umgang.» Der Stuttgarter Kultusminister Andreas Stoch (SPD) rät sogar: «Freundschaftsanfragen via Facebook oder andere Soziale Medien würde ich als Lehrer konsequent ablehnen.» Sachsen arbeitet derzeit an einer ähnlichen Regelung wie Bayern.