Der Betrieb einer solchen «Tippfehler-Domain» kann grundsätzlich möglich sein, muss aber nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Mittwoch die Vorschriften des Wettbewerbsrechts einhalten. Wenn jemand auf diese Weise Kunden abfange und andere im Geschäftsbetrieb störe, sei dies eine unlautere Behinderung, sagte Richter Wolfgang Büscher.

Allerdings erzielte der Betreiber der Tippfehler-Domain wetteronlin.de aus Bonn einen Teilerfolg mit seiner Revision beim BGH. Der 1. Zivilsenat des Gerichts hob das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom Februar 2012 auf, wonach die Registrierung dieser Adresse die Namensrechte des Wetterdienstes wetteronline.de verletzt. Da «wetteronline» ein rein beschreibender Begriff sei, gebe es für diese Bezeichnung keine «für den Namensschutz erforderliche namensmäßige Unterscheidungskraft».