Die Telekom, wegen der Tempobremse als «Drosselkom» verschrien, darf die Bremse nicht einsetzen. Die umstrittenen Pläne zur Einschränkung von Surfgeschwindigkeiten liegen vorläufig auf Eis. Die Verbraucherzentrale NRW klagte gegen die Pläne - und hatte jetzt Erfolg. Die vieldiskutierte Vertragsklausel sei unzulässig, erklärte das Kölner Landgericht. Die Kunden würden unangemessen benachteiligt.

Telekom, was nun?

Der Konzern zeigte sich in einer ersten Stellungnahme wortkarg: «Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen und ... werden voraussichtlich Berufung einlegen», hieß es knapp.

Für den scheidenden Konzernchef René Obermann, der das Unternehmen am Jahresende verlässt, endet die Karriere beim Bonner Riesen mit einer Riesenschlappe. Gerade der Vorstandschef hatte die Drosselpläne in den vergangenen Monaten immer wieder verteidigt - vor allem gegen aus seiner Sicht populistischen Anfeindungen aus der Politik.