Wenn es mit bei Rechtsextremisten beliebter Kleidung in Verbindung gebracht werde, wiege der Schaden für Ebay schwerer als die mögliche Umsatzeinbuße des Anbieters, entschied das Landgericht Nürnberg-Fürth in einem Eilverfahren.

Ebay hatte Kleidungsstücke für Auktionen gesperrt, die in Medienberichten als Erkennungszeichen der rechten Szene genannt wurden. Die Inhaberin der Marke bestritt den Vorwurf, sah in dem Ausschluss eine Benachteiligung und einen unzulässigen Boykott.

Ihr Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung blieb jedoch erfolglos. Weil Ebay kein marktbeherrschendes Unternehmen sei, bestünden zumutbare Ausweichmöglichkeiten für die Klägerin, erklärte das Gericht.