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Augsburg
Sexueller Missbrauch

Neunjährige auf Grundschul-Toilette missbraucht - Haftbefehl gegen 21-Jährigen

Eine neunjährige Schülerin ist am Dienstag auf der Toilette einer Grundschule in Augsburg sexuell missbraucht worden. Ein Lehrer konnte das Mädchen noch vor dem Mann retten. Gegen den Tatverdächtigen wurde nun Haftbefehl erlassen.
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Auf einer Grundschul-Toilette in Augsburg: Ein 21-Jähriger soll am Dienstag eine neunjährige Schülerin sexuell missbraucht haben. Symbolbild: unsplash.com/Jaclyn Moy
Auf einer Grundschul-Toilette in Augsburg: Ein 21-Jähriger soll am Dienstag eine neunjährige Schülerin sexuell missbraucht haben. Symbolbild: unsplash.com/Jaclyn Moy

Ein junger Mann soll am Dienstag auf der Toilette einer Augsburger Grundschule ein Mädchen sexuell missbraucht haben. Die Polizei wurde laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) in den Mittagsstunden alarmiert, weil sich ein Mann unberechtigt in der Schule aufhalte und eine Schülerin belästige, berichtete das Augsburger Polizeipräsidium. Als die Beamten an der Schule eintrafen, hielt ein Lehrer den 21 Jahre alten Verdächtigen fest.

Gegen den Mann wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei werden dem 21-Jährigen sexueller Missbrauch und versuchte Vergewaltigung sowie versuchter schwerer sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen.

Neunjährige Schülerin auf Toilette missbraucht: Mitschülerin verständigt Lehrer

Der Mann hatte nach ersten Ermittlungen eine Neunjährige angesprochen, war mit dem Kind auf die Mädchentoilette gegangen und hatte sich dort an der Schülerin vergangen. "Als das Mädchen um Hilfe schrie, reagierte eine Mitschülerin umgehend und verständigte einen Lehrer", teilte die Polizei mit. Der Lehrer schritt sofort ein, überwältigte den Täter und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Der 21-Jährige wurde der dpa zufolge vorübergehend festgenommen. Die Neunjährige wird von Schulpsychologen betreut.

Mehr Sicherheit an Schulen

Eine Sprecherin des bayerischen Kultusministeriums in München sagte, dass viele Schulen aufgrund solcher Vorfälle ihre Sicherheitskonzepte nochmals überprüfen wollen. Seit 2002 gibt es in Bayern Vorschriften zum Schutz der Kinder vor Gefährdungen, auch für den Fall von Amokläufen. Dem damals erarbeiteten Leitfaden zufolge sollen die Türen nach Schulbeginn verschlossen sein, auch eine Videoüberwachung des Eingangs ist möglich. Die Schulen in Bayern müssen ihre Konzepte kontinuierlich mit der Polizei überprüfen. In Augsburg war der mutmaßliche Täter vermutlich bei Schulende in das Gebäude gelangt.

In Weimar hat am Dienstag der Prozess gegen einen Mann begonnen, der eine Zehnjährige vergewaltigt und von einer Brücke geworfen haben soll. In Coburg steht ein 62-Jähriger Arzt unter Verdacht, Patientinnen missbraucht zu haben.

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