Gerade einmal drei Spieltage hat es gedauert. Und schon muss der erste Fußball-Trainer dieser Bundesliga-Saison gehen. Bruno Labbadia war bei den Buchmachern nicht der Top-Favorit für die erste Trainerentlassung der 50. Bundesliga-Saison. Die Wettanbieter sahen mehrheitlich Schalke-Coach Jens Keller in Gefahr, auch Club-Trainer Michael Wiesinger prophezeite man eine schwere Zeit. Doch danach ist man immer schlauer: Das Rennen machte letztlich Bruno Labbadia. Freuen wird er sich darüber nicht.

Fredi Bobic, der Labbadia lange den Rücken freigehalten hatte, zog letztlich die Reißleine. Die erneute Niederlage am Sonntag gegen den FC Augsburg (1:2) und das drohende Scheitern in der Europa-League-Qualifikation zwangen den sportlichen Leiter des VfB zum Handeln.

 


Nun soll ein neuer Trainer neuen Schwung bringen. Er heißt Thomas Schneider und unterschreibt einen Zweijahresvertrag beim VfB. "Ich freue mich total auf die Aufgabe und bin auch voller Zuversicht", sagte der neue Coach. In Stuttgart kennt er sich zumindest schon mal aus. Denn der 40-Jährige trainierte zuletzt eine Jugendmannschaft beim VfB. Mit Schneider beginnen Alfons Higl und Tomislav Maric als Co-Trainer im Betreuerstab.
Viel Zeit um Eingewöhnen hat das Gespann nicht. Schon am Donnerstag steht das erste Spiel an: im Europapokal gegen HNK Rijeka aus Kroatien. Das Hinspiel hatte der VfB 1:2 verloren.

Ex-Coach Bruno Labbadia war seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren in Stuttgart. In der letzten Saison kam er mit seiner Mannschaft sogar ins Pokalfinale. Zusammen mit dem 47-Jährigen musste auch Assistent Erdinc Sözer gehen. dpa/ak