Die neuen Technikprobleme im Terminal des neuen Hauptstadtflughafens bringen das Projekt weitere vier bis sechs Monate in Verzug. Das sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller als Aufsichtsratschef am Mittwoch im Berliner Abgeordnetenhaus. "Es gibt eine Kette von Ärgernissen", sagte der SPD-Politiker. Dennoch befinde sich das Vorhaben in der "Schlussphase".

Das Ziel einer Eröffnung noch in diesem Jahr hatten die Verantwortlichen im Januar aufgegeben. Rund 1000 Türen im Terminal lassen sich nicht ordnungsgemäß elektronisch steuern, zudem muss ein Teil der Wasserrohre für die Sprinkleranlage ausgetauscht werden.

Müller kritisierte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld, der die Probleme lange als kurzfristig lösbar dargestellt habe. "Da gibt es schon noch ein Erkenntnisproblem der Geschäftsführung." Zugleich lobte Müller Mühlenfeld dafür, dass er inzwischen alle behördlichen Stempel für das Projekt bekommen habe.